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RatRig vCore 4

Mein erster 3D Drucker

Warum ich mich für eine DIY Variante entschieden habe

Hallo, ich bin’s wieder.
Heute mit einem Thema, das mir schon lange unter den Fingernägeln brennt: mein erster eigener 3D-Drucker.

Ich habe wirklich lange überlegt, welche Marke es werden soll und ob ich einen Fertigdrucker kaufe oder selbst Hand anlege.
Da ich meinem Bastlerherzen treu bleiben wollte, war die Entscheidung am Ende klar: DIY.


Recherche: Voron vs. RatRig

Wenn man im Netz nach DIY-3D-Druckern sucht, stolpert man sehr schnell über Voron – ein komplett selbst aufzubauender Drucker, der in der Community extrem beliebt ist.

Nach längerer Recherche bin ich jedoch bei RatRig gelandet.
Das Unternehmen hat ein europäisches Versandzentrum in Portugal, was die Lieferzeiten angenehm kurz hält.

Überzeugt hat mich vor allem das System selbst:

  • hochgradig modular
  • leicht erweiterbar
  • – extrem stabiler Aufbau
  • – viel Platz für Umbauten und neue Ideen
  • – verschiedene Größen (300×300, 400×400, 500×500)

Ich habe mich für die 300×300-Variante entschieden – für meinen Bedarf absolut ausreichend und noch gut platzierbar.


📦 Bestellung & Lieferung

Der Bestellvorgang war überraschend unkompliziert.
Bereits eine Woche später standen die ersten Pakete vor der Tür – mit einem Versandlabel aus Portugal.

Dadurch verlief die Lieferung angenehm schnell und problemlos.


🧰 Die ersten Schritte: Sortieren & Vorbereiten

Nach dem Auspacken und Kontrollieren aller Teile kam der typische DIY-Ritualschritt: erstmal alles sortieren.

Schrauben, Profile, Elektronik, Druckteile und Kabel wollen ordentlich vorbereitet sein.

Laut offiziellem Build-Guide von RatRig startet man mit dem Einbringen der Einschmelzgewinde in die gedruckten Teile.
Dafür benötigt man einen Lötkolben mit passendem Gewindeeinsatz.

👉 https://docs.ratrig.com/v-core-4-0/build-guide


🔌 Elektronik: Crimpen, Stecker & Kabel

Als Nächstes folgt die Vorbereitung der Elektronik.
Viele Kabel müssen gecrimpt und mit Dupont- oder Molex-Steckern versehen werden.

⚠️ Wichtiger Hinweis
Verwende unbedingt ein hochwertiges Crimp-Werkzeug.
Schlechte Crimps führen zu schlechtem Kontakt und können im schlimmsten Fall defekte Elektronik oder Brandgefahr verursachen.

👉 Bewährt hat sich bei mir dieses Werkzeug:
https://amzn.to/44aR5CZ


Der Rahmen – das Fundament des Druckers

Jetzt wird es ernst: der Rahmenbau.

Nimm dir für diesen Schritt wirklich Zeit.
Ein schief sitzendes Aluprofil oder eine kleine Ungenauigkeit kann später:

  • das Druckbild verschlechtern
  • für Schiefstellungen sorgen
  • große Nacharbeiten notwendig machen

Ein sauber aufgebauter Rahmen ist die halbe Miete.


🛠 Führungsschienen, Toolhead & Elektronik

Sobald der Rahmen steht, folgen die nächsten Schritte:

  • Montage der Linearführungen
  • Aufbau des Toolheads
  • Einbau der Elektronikeinheit
  • Verkabelung aller Komponenten

Hier zeigt sich die Stärke eines modularen Systems:
Alles wirkt durchdacht, jeder Schritt ist logisch aufgebaut und gut dokumentiert.


Seitenwände: Dibond in Anthrazit/Kupfer

Die Seitenwände gehören nicht zum Lieferumfang.

Ich habe mich für 3 mm starke Dibond-Platten in Anthrazit/Kupfer mit Butlerfinish entschieden – schick, stabil und temperaturbeständig.

Bestellt habe ich sie bei Kunststoffplattenonline.de.
Dort kann man direkt die DXF-Dateien von RatRig hochladen und die Platten passgenau fertigen lassen.


🎉 Fazit bisher

Der RatRig V-Core 4 ist ein perfekter DIY-Drucker für Bastler, die ein leistungsfähiges, modulares System suchen, das mitwächst.

Der Aufbau macht Spaß, fordert aber auch Geduld und Genauigkeit – genau das, was man bei einem echten DIY-Projekt erwartet.


Werkzeugliste für den Aufbau eines RatRig / DIY-3D-Druckers

Pflichtwerkzeuge
  • Inbusschlüssel / Innensechskant – ideal mit Griff und langen Bits
  • Drehmomentschlüssel (1–6 Nm) – besonders wichtig für Linearführungen
  • Mineralöl / Feinmechaniköl – für Linearführungen
  • Hochwertiges Crimpwerkzeughttps://amzn.to/44aR5CZ
  • Seitenschneider – Kabel & Filament kürzen
  • Abisolierzange – für dünne Kabel (28–20 AWG)
  • Lötkolben mit Gewindeeinsatz-Tool – Einschmelzgewinde
  • Multimeter – Durchmessen & Polung prüfen
  • Messschieber – exakte Maße

Optional, aber sehr hilfreich

  • Entgrater / Kantenbrecher – Seitenpaneele nachbearbeiten

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