Ein wiederholter Schaden an unserer Tecalor THZ 404 ECO führte schließlich zu einer Entscheidung, die schon länger im Raum stand: Statt das Gerät nach einem erneuten Verdichterschaden nochmals instand setzen zu lassen, sollte die Haustechnik grundlegend modernisiert werden. Wir haben uns dabei bewusst für drei getrennte Systeme entschieden – für mehr Redundanz und Ausfallsicherheit. Bei der bisherigen Kompaktanlage waren Heizung, Warmwasserbereitung und Lüftung in einem Gerät vereint. Fiel dieses zentrale System aus, waren damit gleich alle drei Bereiche betroffen.
Das Besondere an diesem Projekt: Den kompletten Umbau – von der Sanitärinstallation über die Verrohrung bis zur Elektroinstallation – habe ich selbst umgesetzt. In diesem Beitrag dokumentiere ich den Weg von der alten Kompaktanlage bis zur neuen, modularen Lösung.


Der Auslöser: erneut ein Verdichterschaden
Nach bereits wiederholten Schäden war diesmal der Verdichter betroffen. Für mich war das der Zeitpunkt, nicht noch einmal nur zu reparieren, sondern die Anlage langfristig neu aufzubauen. Der Schadensfall wurde so zum Anlass für eine Modernisierung, die von Anfang an auf Langlebigkeit und eine klare Struktur ausgelegt ist.
Die neue Anlagenaufteilung
Die neue Anlage besteht aus:
- Heizung und Kühlung: Panasonic Aquarea L mit 5 kW
- Warmwasser: Panasonic Brauchwasserwärmepumpe P-DHW260AE5 mit 260-Liter-Speicher
- Wohnraumlüftung: neu installierte Zehnder ComfoAir Q
Die einzelnen Komponenten lassen sich unabhängig voneinander warten, überwachen und bei Bedarf später erweitern oder ersetzen. Das macht die Haustechnik übersichtlicher und reduziert die Abhängigkeit von einem einzigen zentralen Gerät.
Ausbau der alten Anlage
Zu Beginn stand die Demontage der Tecalor-Anlage. Nach dem sicheren Trennen und Entleeren konnten die vorhandenen Anschlüsse zurückgebaut und der Technikraum für die neue Hydraulik vorbereitet werden. Die Bilder aus dieser Phase zeigen gut, wie viel Technik in der bisherigen Kompaktanlage untergebracht war – und warum bei einem Austausch eine sorgfältige Planung der Leitungswege wichtig ist.


Parallel wurde der Außenbereich vorbereitet. Für die neue Luft/Wasser-Wärmepumpe mussten die Leitungen zum Aufstellort geführt und eine saubere, dauerhaft tragfähige Basis geschaffen werden.


Aufstellung der Panasonic Aquarea L
Das Außengerät der Panasonic Aquarea L wurde auf einem stabilen, entkoppelten Fundament im Außenbereich aufgestellt. Neben einem sicheren Stand waren mir eine saubere Leitungsführung, eine ausreichende Entwässerung und ein möglichst ruhiger Betrieb wichtig.
Die seitliche Einhausung fasst den Aufstellbereich optisch ordentlich ein und schützt ihn gleichzeitig vor direkter Beeinträchtigung von außen. Entscheidend ist dabei, dass die für das Außengerät erforderlichen Luftwege frei bleiben. Die Wärmepumpe benötigt ausreichend Ansaug- und Ausblasraum, damit Leistung und Effizienz nicht beeinträchtigt werden.
Hydraulik und Elektroinstallation in Eigenleistung
Der eigentliche Kern des Umbaus lag im Technikraum. Hier wurden die hydraulischen Anschlüsse aufgebaut, die Leitungen sauber zum Außengerät geführt und die elektrische Anbindung vorbereitet. Gerade bei einer Anlage, die mehrere Gewerke verbindet, lohnt es sich, Leitungswege, Absperrungen, Dämmung und die spätere Zugänglichkeit vorab genau zu planen.
Für die Wärmepumpe habe ich zusätzlich eine eigene Unterverteilung installiert. Die Aquarea verfügt außerdem über einen separaten Zähler, sodass sich ihr Stromverbrauch unabhängig vom übrigen Hausverbrauch erfassen und später sauber auswerten lässt.
Ich habe die Arbeiten vollständig selbst ausgeführt – von Sanitär und Verrohrung bis zur Elektroinstallation. Die zahlreichen Detailbilder dokumentieren dabei nicht nur die fertige Technik, sondern auch die einzelnen Schritte beim Aufbau, den Anschluss der Komponenten und die saubere Kabelführung.


Hinweis:
Dieser Beitrag dokumentiert ein privates Umbauprojekt und ersetzt keine Fachplanung. Arbeiten an elektrischen Anlagen, druckführenden Heizungsanlagen oder Kältekreisläufen dürfen nur unter Beachtung der geltenden Vorschriften und der jeweils erforderlichen Qualifikation ausgeführt werden.
Warmwasser mit der Panasonic Brauchwasserwärmepumpe
Die Warmwasserbereitung wurde bewusst aus dem Heizsystem herausgelöst. Die Panasonic P-DHW260AE5 arbeitet mit einem 260-Liter-Speicher und übernimmt diese Aufgabe eigenständig. Dadurch muss die Aquarea im Sommer nicht allein für die Warmwasserbereitung anlaufen und kann sich im Winter auf die Raumheizung konzentrieren.
Mit der Brauchwasserwärmepumpe bin ich bislang rundum zufrieden. Das Warmwasser steht zuverlässig bereit und die getrennte Lösung funktioniert im Alltag genau so, wie ich es mir bei der Planung vorgestellt hatte.


Erste Erfahrungen: Kühlung bereits erfolgreich getestet
Die Panasonic Aquarea L geht erst im kommenden Winter in ihren ersten regulären Heizbetrieb. Einen ersten Praxistest hat sie aber bereits erfolgreich bestanden: Im Sommer konnte die Anlage schon zum Kühlen genutzt werden.
Die ersten Erfahrungen sind deshalb sehr positiv. Die Brauchwasserwärmepumpe läuft zuverlässig, die neu installierte Zehnder-Lüftung erledigt unauffällig ihren Dienst und die Aquarea hat gezeigt, dass die Kühlfunktion funktioniert. Wie sich die 5-kW-Wärmepumpe im ersten kompletten Winter schlägt, wird sich dann im laufenden Heizbetrieb zeigen.
Fazit: Aus einem Schadensfall wurde eine langfristige Modernisierung
Der Verdichterschaden an der Tecalor THZ 404 ECO war zunächst ärgerlich, wurde am Ende aber zum Anlass für einen grundlegenden Neuanfang. Mit der Panasonic Aquarea L für Heizung und Kühlung, der separaten Panasonic-Brauchwasserwärmepumpe für das Warmwasser und der neu eingebauten Zehnder ComfoAir Q für die Lüftung ist die Haustechnik heute klarer aufgeteilt und besser an die jeweiligen Aufgaben angepasst.
Besonders zufrieden bin ich mit der Brauchwasserwärmepumpe und der neuen Zehnder-Lüftung. Die Aquarea hat im Sommer bereits erfolgreich gekühlt; auf ihren ersten vollständigen Wintereinsatz bin ich nun gespannt. Die Verbrauchswerte und Erfahrungen aus dem Heizbetrieb werde ich nach der ersten Saison ergänzen.
Verwendete Komponenten
- Panasonic Aquarea L, 5 kW
- Panasonic Brauchwasserwärmepumpe P-DHW260AE5, 260 l
- Zehnder ComfoAir Q Wohnraumlüftung
Impressionen vom Umbau
Vom Ausbau der alten Tecalor-Anlage über die Leitungsarbeiten bis zur fertigen Panasonic Aquarea L: In der Galerie findest du weitere Bilder und Details aus allen Phasen des Umbaus.
